Remember, remember

the fifth of November. Da ist hier im United Kingdom (und auch in manchen Teilen des Commonwealth) “Bonfire Night” in Gedenken an das misglückte Attentat von Guy Fawkes. Der Typ wollte nämlich am 5. November 1605 den englischen König Jakob I und das Parlament mit Schießpulver in die Luft jagen. Deswegen gibt es hier allerorts Fackelumzüge, große Lagerfeuer und Feuerwerk-Shows. Ich war jedenfalls auch bei einem Feuerwerk, mit ein paar Leuten aus USA, Australien und Neuseeland. Die Show war ganz okay, aber lange nicht so krass wie angekündigt wurde. Erstaunlich war, dass wirklich halb Glasgow gekommen ist, um sich das Feuerwerk auf einer Festwiese mit Imbissbuden und Karussels anzuschauen und in der Sekunde, in der es vorbei war wieder abgehauen ist. Da waren so viele Menschen auf der Straße, dass sie den Verkehr lahmgelegt haben. Dass keiner länger geblieben ist, liegt wahrscheinlich daran, dass man in UK kein Alkohol in der Öffentlichkeit trinken darf. Klar, dass da alles sofort losziehen, um sich den nächsten Pub zu suchen. Ich hoffe, dass es in Deutschland nie so weit kommt, dass man nicht mal mehr ein kühles Bierchen auf nem Rummel trinken kann.
Am Tag drauf, also letzte Woche Samstag, bin ich dann zum Loch Lomond gefahren. Die International Society hat den Trip mit Busfahrt und Übernachtung organisiert. Es war ziemlich lustig, obwohl wir eigentlich kaum was unternommen haben. Es war einfach die totale Klassenfahrt-Atmosphäre mit Whisky-Trinken im Bus, Spagetthi Bolognese und Tee zum Abendbrot und danach Disco in der Herberge. Die Herberge war übrigens ein ziemlich uriges kleines Castle (siehe Bilder).
Bevor wir jedoch zur Dance und Housemusik getanzt haben, gab es ne Einführung in Ceilidh (gesprochen “Käilie”), dem traditionellen schottischen Tanz. Die haben extra nen Livemusiker und ne Tanzlehrerin eingeladen, um uns die Schritte und Formationen beizubringen. Ich fands ziemlich cool. Sandra aus Hannover/Dortmund, die ich dort kennengelernt habe, hat Fotos von mir gemacht. Wenn ich die habe, lade ich sie auch mal hoch. Es hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht und mich dazu bewegt, gestern zum (angeblichen) Guiness-Buch-Rekord-Verusch des größten Ceilidh der Welt zu gehen. Es hat sich blöderweise herausgestellt, dass das ganze nur ne Stunde ging, total chaotisch war und nichts mit nerm wirklichen Rekordverusch zu tun hatte. Ich denke, dass die Veranstalter einfach nur so viele Leute wie möglich in ihren Nachtclub schleppen wollten, in dem die Veranstaltung stattgefunden hat. Ein bisschen habe ich dann doch getanzt. Sogar mit nem echten Schotten mit Schottenrock. Vielleicht geht der mit mir irgendwann nochmal zu nem vernünftigen Tanzabend. Oh ja…ich werde immmer schottischer.
In diesem Sinne: A miss ye sae muckle! Guid cheerio the nou.

Bonfire Night mit Feuerwerk


Amis, Aussis und Kiwis (Andrea, Laura, Emily und Heather)


Castle at Loch Lomond


Ceilidh mit echtem Schotten und Schottenrock


Nora, Justin und Sandra am Loch Lomond

Eine Antwort zu „Remember, remember“

  1. franzlo sagt:

    “…dass man nicht mal mehr ein kühles Bierchen auf nem Rummel trinken kann…”

    biermädchen!

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